Pflanzen / Rosaceae
Gemeiner Frauenmantel
Alchemilla vulgaris
Auch: Frauenmantel, Spitzlappiger Frauenmantel, Taumantel, Mänteli
Sammelart vieler schwer unterscheidbarer Kleinarten, besonders häufig in den Bergen. Morgens perlen Wassertropfen am Blattrand. Gerbstoffreich, daher bei leichtem Durchfall.
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Erntezeit
- Ring 1: Kraut
- Mai, Juni, Juli, August
In tieferen Lagen früher, in den Bergen später.
Als Heilpflanze
KrautErnte Mai–Aug
Bei Durchfall, der länger als 3–4 Tage dauert, mit Fieber oder Blut im Stuhl einhergeht, sowie bei Säuglingen und Kleinkindern ärztlich abklären; viel trinken.
- Leichter DurchfallTraditionell anerkannt
Zusammenziehend (Gerbstoffe).
- Tee (Aufguss): 2–3 TL Kraut (etwa 2–3 g) mit 150 ml kochendem Wasser übergiessen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen.Dosierung: 3-mal täglich 1 Tasse zwischen den Mahlzeiten (Tagesdosis 5–10 g Kraut).
- Leichte MenstruationsbeschwerdenVolksheilkunde
Krampflösend.
- Tee (Aufguss): 2 TL Kraut mit heissem Wasser übergiessen, 10 Minuten ziehen lassen.
- Kleine WundenVolksheilkunde
Zusammenziehend.
- Umschlag (äusserlich): Abgekühlten Aufguss als Umschlag.
In der Küche
KrautErnte Mai–Aug
- Roh: Junge Blätter in Salaten oder Kräuterquark.
Sicherheit
Schwangerschaft und Stillzeit
- Arzneiliche Anwendung mangels Daten nicht empfohlen, auch nicht in der Stillzeit.
Kinder
- Durchfall bei Kindern ärztlich abklären; arzneiliche Anwendung nur nach Rücksprache.
Erkennen und finden

- Blatt
- Rundlich, gefaltet wie ein Mantel, 7–11 flache Lappen, gezähnter Rand.
- Guttation
- Morgens silbrige Tropfen am Blattrand.
- Blüte
- Unscheinbar gelbgrün in lockeren Trugdolden.
- Vorkommen
- Wild
- Standorte
- Bergwiesen, Weiden, Wegränder, Waldlichtungen
- Höhenlage
- Bergstufe, Subalpin, Alpin
- Blüte
- Mai–Sep
Quellen
- Monographien der Kommission E (BfArM), 1978–1994
- Info Flora – Das nationale Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora