Pflanzen / Ranunculaceae
Buschwindröschen
Anemone nemorosa
Auch: Weisses Windröschen, Hexenblume
Giftig
Frühblüher lichter Laubwälder, der im März bis Mai ganze Teppiche aus weissen Sternen bildet. Alle Teile enthalten Protoanemonin und sind giftig; der frische Saft reizt Haut und Schleimhäute. Die Pflanze wächst am selben Standort und zur selben Zeit wie das essbare Scharbockskraut und wird im Blattstadium mit ihm verwechselt.
Entwurf: Dieser Eintrag ist noch nicht gegen die Quellen geprüft.
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Verwechslung
Buschwindröschen oder Scharbockskraut?
Vergiftungsgefahr.
| Merkmal | Buschwindröschen | Scharbockskraut |
|---|---|---|
| Blatt | dreiteilig, handförmig tief eingeschnitten, gesägt, an langen Stielen | ungeteilt, herz- bis nierenförmig, glänzend, oft hell gefleckt |
| Blüte | weisse, sechs- bis achtteilige Blüte, einzeln | glänzend gelbe, sternförmige Blüte mit 8–12 schmalen Blütenblättern |
| Blattquirl | drei Blätter in einem Quirl unterhalb der Blüte | kein Quirl, die Blätter stehen am Boden |
| Wuchs | aufrecht, 10–25 cm, aus waagrechtem Wurzelstock | niederliegend, 5–15 cm, mit Wurzelknöllchen |
Prüfe jedes Merkmal, nicht nur eines, und sammle jedes Blatt einzeln. Im Zweifel stehen lassen.
Vergiftung
Vergiftungszeichen
- Frischer Pflanzensaft auf der Haut verursacht Rötung und Blasenbildung
- Nach dem Verschlucken Reizung von Mund und Rachen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
- In schweren Fällen Schwindel, Krämpfe und Kreislaufbeschwerden
Kinder
- Pflanze nicht in den Mund nehmen lassen. Bei Verdacht auf Verzehr den Giftnotruf anrufen oder den Notruf (112, in der Schweiz 144) wählen.
Bei Verdacht auf Vergiftung sofort den Giftnotruf anrufen:
- Schweiz: Tox Info Suisse, 145
- Österreich: Vergiftungsinformationszentrale, +43 1 406 43 43
- Deutschland: Giftnotruf des Bundeslandes, z. B. Berlin 030 19240, München 089 19240 (alle Giftinformationszentren beim BfR)
- Bei Bewusstlosigkeit, Atemnot oder Krampfanfall: Notruf 112 (in der Schweiz auch 144)
Erkennen und finden
- Wuchs
- Zarte Staude, 10–25 cm hoch, die aus einem waagrecht kriechenden, dunklen Wurzelstock Bestände bildet.
- Blatt
- Dreiteilig, die Abschnitte sind tief eingeschnitten bis gelappt und gesägt; sie sitzen an einem Quirl von drei Blättern unterhalb der Blüte. Das grundständige Blatt erscheint erst nach der Blüte.
- Blüte
- Einzelne Blüte, 2–4 cm breit, mit meist sechs bis acht weissen, aussen oft rötlichen Blütenhüllblättern und vielen gelben Staubblättern; schliesst sich nachts und bei trübem Wetter.
- Frucht
- Kleine, behaarte Nüsschen in einem Köpfchen.
- Vorkommen
- Wild
- Standorte
- Laubwälder, Auenwälder, Gebüsche, Waldränder, frische Wiesen
- Höhenlage
- Tieflagen, Bergstufe, Subalpin
- Blüte
- Mär–Mai
- Schutz und Sammeln
- Nicht geschützt.